Wer früher stirbt ist länger tot
Der 7-jährige Sebastian Schneider (Markus Krojer) ist der Sohn des Kneipenwirts (Fritz Karl) in einem kleinem, urbayerischen Dorf. Er erfährt zu Beginn des Film, weshalb er ohne Mutter aufwächst: sie starbt bei seiner Geburt. Er wird von schrecklichen Schuldgefühlen übermannt und bekommt es mit der Angst zu tun. Was wird das jüngste Gericht am Tag seines Todes wohl entscheiden? Für wie viele Jahre wird er in der Hölle schmoren müssen? Er versucht schließlich mit aller Kraft unsterblich werden, um sich so niemals dem jüngsten Gericht stellen zu müssen.
Sebastians Denkweise und sein Verhalten sind richtig putzig und die urbayerische Kulisse mit ihren Einwohnern, die allesamt mit bayerischem Dialekt sprechen, macht den Film zu einem gelungenen Gesamtwerk. Auch die Story ist nicht so platt und einfallslos, wie sie am Anfang erscheint und zeigt Gewitzheit der Autoren. Insgesamt ein Film, der rührend ist und bei dem man oft lachen kann.