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Der Staatsfeind Nr.1
Der taffe Rechtsanwalt Robert Clayton Dean (Will Smith) lebt ein glückliches Leben: eine Frau und einen Sohn, die er über alles liebt, und eine Arbeit, die ihm Spaß macht. Doch dann wird sein Leben innerhalb weniger Minuten über den Haufen geworfen: ein politischer Mord, eine Diskette, eine zufällige Begegnung mit einem alten Bekannten und schon ist die wohl mächtigste Organisation des Landes hinter ihm her, die NSA. Dean wird auf Anweisung des ekelhaften Reynolds (Jon Voight) »durchsichtig gemacht«. Sein Haus und seine Kleidung werden verwanzt, er wird befragt und verfolgt. Da er zunächst nicht weiß, warum es der Geheimdienst auf ihn abgesehen hat, ist er ratlos und entsetzt, doch dann nimmt er die Spur auf…
»Der Staatsfeind Nr. 1« ist vielfältiger und tiefgründiger als er auf den ersten Blick aussieht. Der Film ist zwar ein Hollywood-Actionfilm, doch das heißt nicht, dass man nur wilde Verfolgungsjagden und Schießereien zu sehen bekommt. Die gibt es zwar auch, doch erzählt Tony Scotts Werk auch eine spannende und durchaus schlüssige Geschichte. Als Zuschauer durchläuft man, wie Robert Dean, ein Wechselbad der Gefühle, schwankend zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Die Thematik der allgegenwärtigen und beängstigenden Überwachung durch außer Kontrolle geratene staatliche Geheimdienste wird gut aufgearbeitet.
Abgedreht
Als Elroy Fletcher (Danny Glover) für ein paar Tage die Stadt verlässt und seinem Gehilfen Mike (Mos Def) seine altehrwürdige Videothek anvertraut, ahnt er nicht, was passieren wird. Durch einen Unfall entmagnetisiert der tollpatschige und etwas verrückte Jerry (Jack Black) alle VHS-Bänder. Damit das nicht öffentlich wird, beschließen beide, die verloren gegangenen Filme nachzudrehen.
Hinzu kommt die Geschichte des ehemaligen Jazz-Stars Fats Waller, dem Elroy Fletcher sein gesamtes Leben gewidmet hat. Sein Geburtshaus, das Haus, in dem sich jetzt die Videothek befindet, soll abgerissen werden und einem moderneren Bauwerk weichen.
Der Film sorgt für viele Lacher und die Idee, bekannte Filme nachzudrehen ist super umgesetzt. Die Charaktere und das Drumherum verleihen dem Film einen besonderen Charme. Meiner Meinung nach ein bisschen misslungen ist die pseudo-dramatische Geschichte rund um den Abriss. Sie nimmt dem Film gegen Ende etwas den Pepp.