Posts tagged with “Drama”
Open Water
Susan (Blanchard Ryan) und Daniel (Daniel Travis) wollen eigentlich nur einen ruhigen Urlaub verbringen, sich am Schwimmbecken entspannen und im Meer tauchen, doch als sie von ihren Tauchkollegen vergessen werden und das Boot ohne sie wieder an die Küste fährt finden sie sich alleine auf dem offenen Meer wieder – alleine mit Haien.
Es gibt viele Hai-Thriller, doch dieser ist besonders schlecht. Eine konfuse und langweilige Story, viele Szenen, die man ebenso hätte weglassen können, mittelmäßige Schauspieler und keinerlei Spannung, doch eins muss man ihm zugutehalten: seine kurze Laufzeit von nur 79 Minuten. Es gibt Filme, die nur für ein Nischenpublikum gemacht sind und das ist auch in Ordnung so, doch bei diesen hier frage ich mich, wie er es überhaupt in den Vertrieb geschafft hat. Ich kann ihn beim besten Willen nicht empfehlen.
Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Stéphane (Gael García Bernal) ist Mexikaner und zieht nach dem Tod seines Vaters zu seiner Mutter nach Frankreich. Dort lernt er deren Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) kennen, ohne ihr allerdings zu verraten, dass er nebenan wohnt. Die beiden kommen sich näher…
Stéphane ist auch Koch. Jede Nacht (und manchmal auf tagsüber) kocht er aus den Bildern des Tages, den aufgeschnappten Gesprächsfetzen, den Liedern, die er gehört hat und den Langzeiterinnerungen einen Traum. Ist dieser Traum jetzt real? Oder ist die Realität nur ein großer Traum? Das sind die Fragen, die in »Science of Sleep« aufgeworfen werden.
Die Stärke des Films sind die sehr kreativen Kulissen und all die kleinen Modelle und Maschinen, die Stéphane baut. »Science of Sleep« wirkt allerdings nicht nur optisch, sondern bringt einen an vielen Stellen auch zum Lachen. Was meiner Meinung nach dabei ein bisschen auf der Strecke bleibt ist die Story. Die Ideen und die Kulissen mögen ja wahnsinning niedlich sein, doch die Liebesgeschichte, die keinen Milimeter voran kommt zehrt ein wenig an der Geduld der Zuschauer. Insgesamt ein Film, den man sich nur anschauen sollte, wenn man sich auch auf Skurriles einlassen kann. Kann man das, dann lohnt er sich.
Der Staatsfeind Nr.1
Der taffe Rechtsanwalt Robert Clayton Dean (Will Smith) lebt ein glückliches Leben: eine Frau und einen Sohn, die er über alles liebt, und eine Arbeit, die ihm Spaß macht. Doch dann wird sein Leben innerhalb weniger Minuten über den Haufen geworfen: ein politischer Mord, eine Diskette, eine zufällige Begegnung mit einem alten Bekannten und schon ist die wohl mächtigste Organisation des Landes hinter ihm her, die NSA. Dean wird auf Anweisung des ekelhaften Reynolds (Jon Voight) »durchsichtig gemacht«. Sein Haus und seine Kleidung werden verwanzt, er wird befragt und verfolgt. Da er zunächst nicht weiß, warum es der Geheimdienst auf ihn abgesehen hat, ist er ratlos und entsetzt, doch dann nimmt er die Spur auf…
»Der Staatsfeind Nr. 1« ist vielfältiger und tiefgründiger als er auf den ersten Blick aussieht. Der Film ist zwar ein Hollywood-Actionfilm, doch das heißt nicht, dass man nur wilde Verfolgungsjagden und Schießereien zu sehen bekommt. Die gibt es zwar auch, doch erzählt Tony Scotts Werk auch eine spannende und durchaus schlüssige Geschichte. Als Zuschauer durchläuft man, wie Robert Dean, ein Wechselbad der Gefühle, schwankend zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Die Thematik der allgegenwärtigen und beängstigenden Überwachung durch außer Kontrolle geratene staatliche Geheimdienste wird gut aufgearbeitet.