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Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Stéphane (Gael García Bernal) ist Mexikaner und zieht nach dem Tod seines Vaters zu seiner Mutter nach Frankreich. Dort lernt er deren Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) kennen, ohne ihr allerdings zu verraten, dass er nebenan wohnt. Die beiden kommen sich näher…
Stéphane ist auch Koch. Jede Nacht (und manchmal auf tagsüber) kocht er aus den Bildern des Tages, den aufgeschnappten Gesprächsfetzen, den Liedern, die er gehört hat und den Langzeiterinnerungen einen Traum. Ist dieser Traum jetzt real? Oder ist die Realität nur ein großer Traum? Das sind die Fragen, die in »Science of Sleep« aufgeworfen werden.
Die Stärke des Films sind die sehr kreativen Kulissen und all die kleinen Modelle und Maschinen, die Stéphane baut. »Science of Sleep« wirkt allerdings nicht nur optisch, sondern bringt einen an vielen Stellen auch zum Lachen. Was meiner Meinung nach dabei ein bisschen auf der Strecke bleibt ist die Story. Die Ideen und die Kulissen mögen ja wahnsinning niedlich sein, doch die Liebesgeschichte, die keinen Milimeter voran kommt zehrt ein wenig an der Geduld der Zuschauer. Insgesamt ein Film, den man sich nur anschauen sollte, wenn man sich auch auf Skurriles einlassen kann. Kann man das, dann lohnt er sich.
Wer früher stirbt ist länger tot
Der 7-jährige Sebastian Schneider (Markus Krojer) ist der Sohn des Kneipenwirts (Fritz Karl) in einem kleinem, urbayerischen Dorf. Er erfährt zu Beginn des Film, weshalb er ohne Mutter aufwächst: sie starbt bei seiner Geburt. Er wird von schrecklichen Schuldgefühlen übermannt und bekommt es mit der Angst zu tun. Was wird das jüngste Gericht am Tag seines Todes wohl entscheiden? Für wie viele Jahre wird er in der Hölle schmoren müssen? Er versucht schließlich mit aller Kraft unsterblich werden, um sich so niemals dem jüngsten Gericht stellen zu müssen.
Sebastians Denkweise und sein Verhalten sind richtig putzig und die urbayerische Kulisse mit ihren Einwohnern, die allesamt mit bayerischem Dialekt sprechen, macht den Film zu einem gelungenen Gesamtwerk. Auch die Story ist nicht so platt und einfallslos, wie sie am Anfang erscheint und zeigt Gewitzheit der Autoren. Insgesamt ein Film, der rührend ist und bei dem man oft lachen kann.