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Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Stéphane (Gael García Bernal) ist Mexikaner und zieht nach dem Tod seines Vaters zu seiner Mutter nach Frankreich. Dort lernt er deren Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) kennen, ohne ihr allerdings zu verraten, dass er nebenan wohnt. Die beiden kommen sich näher…
Stéphane ist auch Koch. Jede Nacht (und manchmal auf tagsüber) kocht er aus den Bildern des Tages, den aufgeschnappten Gesprächsfetzen, den Liedern, die er gehört hat und den Langzeiterinnerungen einen Traum. Ist dieser Traum jetzt real? Oder ist die Realität nur ein großer Traum? Das sind die Fragen, die in »Science of Sleep« aufgeworfen werden.
Die Stärke des Films sind die sehr kreativen Kulissen und all die kleinen Modelle und Maschinen, die Stéphane baut. »Science of Sleep« wirkt allerdings nicht nur optisch, sondern bringt einen an vielen Stellen auch zum Lachen. Was meiner Meinung nach dabei ein bisschen auf der Strecke bleibt ist die Story. Die Ideen und die Kulissen mögen ja wahnsinning niedlich sein, doch die Liebesgeschichte, die keinen Milimeter voran kommt zehrt ein wenig an der Geduld der Zuschauer. Insgesamt ein Film, den man sich nur anschauen sollte, wenn man sich auch auf Skurriles einlassen kann. Kann man das, dann lohnt er sich.
21 Gramm
Jack Jordan (Benicio Del Toro), ein ehemaliger Krimineller scheint sein Leben wieder auf die Reihe bekommen zu haben. Und das verdankt er alles Jesus: seine Frau Marianne (Melissa Leo), seine beiden Kinder und sein Truck, den er bei einer Tombola gewonnen hat.
Paul Rivers (Sean Penn) geht es da deutlich schlechter. Er ist schwer krank und wird bald sterben, falls kein passendes Spenderherz gefunden wird. Zu allem Überfluss drängt ihn seine Freundin Mary (Charlotte Gainsbourg) dazu, per künstlicher Befruchtung ein gemeinsames Kind zu bekommen, obwohl er das eigentlich gar nicht möchte.
Cristina Peck (Naomi Watts) hat ebenfalls ein glückliches Leben. Auch sie hat einen Mann (Danny Huston) und zwei Töchter.
Was haben diese drei Menschen miteinander zu tun? Regisseur Alejandro González Inárritu erzählt uns ihre Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive.
Die drei Geschichten laufen nebeneinander ab, sind nicht in chronologischer Reihenfolge und der Zuschauer braucht eine Weile, bis er sich zurechtfindet und die Zusammenhänge versteht. Keine skurile Charaktere, sondern Menschen, wie sie im echten Leben vorkommen. Lange Momente der Stille. Harte Schnitte zwischen den Szenen und den verschiedenen Schauplätzen. Ein Erzählstil, der durchaus etwas von Tarantino hat. Im letzten Drittel wird der Film mit seinen 2 Stunden Laufzeit etwas langatmig, aber die Geschichte lässt den Zuschauer dennoch nicht los, auch (aber nicht nur) weil noch ungeklärt bleibt, für was die 21 Gramm stehen.